| Pinneberger Tageblatt vom Freitag, den 24. Dezember 1999 Elmshorn als Hauptstadt des Filmnachwuchses |
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Pinneberger Tageblatt vom Freitag, den 24. Dezember 1999
Elmshorn als Hauptstadt des Filmnachwuchses
Videoprojekte gibt es relativ häufig. Meist handelt es sich dabei aber um eine einmalige, gut gemeinte Angelegenheit, bei der Anfänger sich im Filmen üben. In Elmshorn arbeiten gleich zwei junge Filmteams an eigenen Kreationen mit erstaunlich professionellen Ergebnissen. Beide Teams konnten sich auf die Unterstützung der Elmshorner Gesamtschule verlassen, dort steht den Nachwuchsfilmern alles zur Verfügung, was man zum Filmen braucht. Die Gruppe um Timo Landsiedel und Lars Havemann hat eine gut 10-minütige Hommage an die berühmte "Alien"-Triologie inszeniert. Titel des Ganzen: "A-Five" Das Science-Fiction-Movie spielt im unendlichen Weltraum: Timos Bruder Torsten spielt einen Patienten an Bord eines Raumschiffes, der von Arzt und Captain des Kreuzers untersucht wird.
Mit einfachen Mittel gelang es Regisseur Timo zusammen mit Lars als Fachmann für Special-Effects, düstere Raumschiff-Atmosphäre zu kreieren. Unter anderem wurde in der heimischen Garage gedreht, Hilfsmittel waren dabei große Wände aus Leinen, die Gänge des Raumschiffes darstellen. Trotz der Kürze des Films braucht sich die Story nicht zu verstecken. Das Raumschiff befindet sich auf einer Langstrecken-Mission, die Besatzung befindet sich im künstlichen Tiefschlaf. Plötzlich wird eine Person in die Krankenstation gebeamt. Grund für den Bordcomputer, die Besatzung des Schiffes zu wecken, allerdings gelingt dies nur bei Bordarzt und Captain. Was dann auf der Krankenstation passiert, sollte man sich dann allerdings doch lieber selbst anschauen...
Eins sei gesagt, langweilig wird es nicht! Der Film spielt mit den Elementen des Genres und zeigt, dass ein Movie nicht teuer sein muss, um Atmosphäre zu schaffen. Derzeit ist Timo Landsiedel mit seinem Team dabei, den Film mit neuer selbstkomponierter Musik zu unterlegen. Um sich bei Filmfestivals und Wettbewerben melden zu können, soll der Film nämlich bis ins Detail aus eigenem Material bestehen.
Die "Feuerprobe" hat "A-Five" schon bestanden, auf einem selbstorganisierten Filmabend im ehemaligen Kino "K1" zeigte sich das Publikum begeistert. 200 Gäste zollten den Filmemacher ihr Lob durch langanhaltenden Beifall.
Am selben Abend begeisterte auch das Werk des zweiten Elmshorner Filmteams, bestehend aus Björn Freter, und Christian Mansmann. Deren Film "Fahrt ins Ungewisse" hat eine Länge von gut 40 Minuten und dreht sich um zwei Protagonisten, die sich unter anderem mit einem versehentlichen Überfall und einer missglückten Romanze herumplagen müssen. Elf Drehtage verschlang der Film, der überwiegend an Originalschauplätzen in Elmshorn abgefilmt wurde. "Fahrt ins Ungewisse" ist das bisher größte Projekt der beiden Filmmacher, vorher standen eher kleine Actionfilmchen im Stil von John Woo auf dem Zettel.
Ob das Filmen später Beruf oder wenigstens Berufung wird?! Ganz genau kann dies keiner der Nachwuchsfilmer sagen, doch alle sind vom "Filmfieber" infiziert und werden ihre Liebe zum Film bestimmt nicht so schnell ablegen. Wir können also auch im neuen Jahr auf Filme "Made In Elmshorn" gespannt sein.
Arne Naujokat
Elmshorner Nachrichten vom Donnerstag, den 17. August 2000
'A-Five' jetzt im Kino
Filmproduktion aus Elmshorn beim Fantasy Filmfest
Was seine Lehrer über ihn denken und dachten ist Lars Havemann egal. Und das nicht erst, seit sein Film "A-FIVE" für Aufmerksamkeit sorgt.
Elmshorn/HH (sbr) Es ist ein schweres Los der Jugend, wenn man von der lehrenden Obrigkeit nicht verstanden werden will. Mit seinen morbiden Bildern und blutigen Geschichten, die er schon zu frühesten Schulzeiten auf Papier brachte, festigte er sein Ansehen kaum. In Zusammenarbeit mit Timo Landsiedel verfolgte Lars Havemann das Ziel, seine blutrünstigen Gedanken auf Zelluloid aufzuzeichnen.
Im vergangenen Jahr war es dann soweit, das Ergebnis ihrer Arbeit wurde in der Diskothek K1 uraufgeführt und erhielt vom Publikum auf Anhieb reichlich Lorbeeren.
A-Five heißt der Film, der als eine Art Hommage an die "Alien"-Filme zu werten ist. Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Weltraum, ein Schiff und der Bordcomputer "Sister", der selbstverständlich ausfällt und so für die turbulente Handlung sorgt. Mit Special Effects, viel Fantasie und überraschender Professionalität, ist dieser Streifen ein echter Leckerbissen.
Am Sonntag, den 20. August, tritt der Film nun beim 14. Fantasy-Filmfest im Hamburger Cinemaxx, Kino2 am Dammtorbahnhof an. Der Beginn ist um 18:30 Uhr. Nicht zuletzt wird der Film gezeigt, um die Gunst des Publikums zu erhaschen. Denn der beste Film wird auf dem Festival mit einer Auszeichnung versehen.
Zu diesem Zweck wurde A-Five mit einer neuen Musik unterlegt und auch die übrige Geräuschkulisse wurde nochmals überarbeitet. Damit der Sci-Fi-Kurzfilm unter den 12 Konkurrenten bestehen kann, hoffen Lars und Timo auf viel Unterstützung aus ihrer Heimatstadt. Weitere Infos auf der aufwendigen Homepage der Filmemacher unter der Adresse www.a-five.de.vu.
Maik Sbresny
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Pinneberger Zeitung Sonnabend/Sonntag, den
19./20. August 2000
Film ab für 'A-Five'!
Elmshorner sind morgen im "CinemaxX" am Start
jay Elmshorn/Hamburg - Sie sind zwei Spinner, zwei Verrückte, zwei Wahnsinnige. Zum Glück! Denn sonst wären sie einfach, was sie sonst noch sind: Timo Landsiedel, 24, Student und Lars Havemann, 20, Zivildienstleistender. So aber können sie dem interessierten Zuhörer noch mitteilen: "Hallo, wir machen Filme!"
Keine herkömmlichen Filme allerdings - zumindest, wenn man "Pretty Woman" zum Maßstab aller Movies macht. Was die beiden aus Elmshorn stammenden jungen Männer machen, sind Kurzfilme der extravaganten Art (wobei Kurzfilme ja schon ein wenig aus dem Rahmen fallen). Sie lieben Fantasy und Science-Fiction, und weil das so ist, belassen sie es nicht dabei, Blockbuster im Kino anzuschauen, sondern sie setzen ihre eigenen Vorstellungen in die Tat um.
Bereits Mitte der 80er-Jahre hatte Timo Landsiedel damit begonnen, kleine Agentenfilme, Drakula-Adaptionen und TKKG-Verschnitte mit der heimischen Videokamera zu drehen. "Timo ist mehr so der Kreative, aber Theoretische", meint Lars und erläutert damit auch gleich seinen Part. Als Fan von Special Effects und ausgestattet mit dem Sinn fürs Praktische, ergänzt er sich bestens mit Timo.
Ihr 1999 gedrehter und in diesem Jahr erst komplett fertiggestellter Streifen "A-Five" ist jetzt im Rahmen des Internationalen Fantasy Filmfests für Science Fiction, Horror und Thriller in Hamburg zu sehen. Das sechs Minuten lange Werk (zuzüglich drei Minuten Abspann) weist nicht nur im Titel Ähnlichkeiten mit den "Aliens"-Folgen auf. So muss sich die Besatzung eines Raumschiffes um einen Fremden kümmern, den sie bei sich aufgenommen hat. Als einer von zwölf Wettbewerbsbeiträgen wird 'A-Five', dessen Titelmusik übrigens vom Hamburger Andre Matthias komponiert wurde, morgen im 'CinemaxX' gezeigt.
Jörg Malitzki
Splatting Image Juni 2001, Nummer 46
Take Five - 'A-FIVE'
D 1999, Regie: Timo Landsiedel; Kamera: Lars Havemann; Musik: Andre Matthias; Darsteller: Torsten Landsiedel, Timo Krüger, Sascha Kreutz; Laufzeit: ca. 10 Minuten
A-FIVE ist eine Kurzversion von ALIEN: Auf der U.S.S. Rambaldi liegt die Besatzung im Cryo-Schlaf. Zwei Mannschaftsmitglieder davon werden allerdings geweckt, weil "Sister" (so heißt der Bordcomputer, höhö) den letzten Überlebenden einer Raumschiffbesatzung an Bord genommen hat. Dieser wird auf dem Operationstisch untersucht und -wutsch- was passiert jetzt wohl?
Wenn das alles besser gefilmt wäre, wäre es ja noch brauchbar, aber die Kamera ist leider so uninspiriert und langweilig, dass man selbst bei den 10 Minuten recht schnell das Interesse verliert. Dabei sind die Einleitung mit den eingeblendeten Texten ("U.S.S. Rambaldi, 32 Mann Besatzung usw.") und das fünfeinhalb Polygon-Raumschiff recht niedlich, aber das reicht eben doch nicht. Das 22-minütige Making-Of kann da auch nichts mehr retten.
A-FIVE ist doch eben leider nicht mehr als ein etwas zu langer Gag.
Hans-Peter Schweize