Die Werkstatt

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Der Tricktisch
Die Blutpumpe
Der 'Fake Body'
Eingeweide
Das Raumschiff



Der Tricktisch

Hier findet ihr Bilder und Berichte von all dem, was wir als Vorbereitung, also noch vor den Drehtagen gebastelt haben. Leider ist eine sehr schöne Sache nicht dokumentiert und zwar die Abnahme des 'body cast', der Abdruck aus dem der 'fake body' entstand.

Hier ein Bild eines frühes Tests. Der 'fake body' war schon fertig. Er bestand aus Bauschaum, den wir in die Gipsform sprühten, die wir vom 'body cast' erhalten hatten. Jetzt wollten wir mal schauen, wie der falsche Körper mit einem echten Kopf und echten Armen aussieht. Der Tisch war noch nicht fertig. Nur das grobe Gerüst ist zu erkennen. Unter dem Tisch erkennt man sogar noch meine Beine. Dennoch: Schon hier ist die Illusion verblüffend.

Der erste 'fake body' Test

Nun ging es zunächst erstmal darum, den Tricktisch zu basteln. Die Idee war, den Schauspieler unter dem Tisch sitzen zu lassen, während der 'fake body' oben drauf lag. Arme und Kopf würden also echt sein und auch normal bewegt werden können. Also brauchten wir zwei Löcher. Ein großes für den Körper und ein kleineres, wodurch der 'puppeteer' die Puppe spielen kann, die dann durch den 'fake body' bricht.

Der Tricktisch

Auf dem Bild sieht man, daß die Folie schon auf dem Tisch liegt. Die silbergraue Folie sollte ein wenig 'space'-Ambiente simulieren. Auf dem Foto sieht der Tisch zwar sehr stabil aus, letztenendes war er gerade sicher genug, daß keine akute Gefahr für die umstehenden Leute bestand. Es gab während des Drehs dennoch immer wieder Momente in denen sich irgendein Crew-Mitglied gedankenverloren auf den Tisch stützte, und ihn damit in gefährliche Schräglage brachte.

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Die Blutpumpe

Sehr schwer war es, ein großes Gerät zu bauen, daß wir als Kunstblutspritze benutzen konnten. Schließlich sollten zwei Liter Kunstblut durch einen Schlauch aus dem Körper geschossen kommen. Wir fanden beim Baumarkt um die Ecke eine Abwasserpumpe in Spritzenform. Klasse! Zuhause angekommen war die Enttäuschung groß! Das verdammte Gerät war nur dazu da, um mit 'Hin-und- her'-Bewegungen Unterdruck zu erzeugen. Es war demnach weder wasserdicht, noch hatte es die Eigenschaft genügend Druck zustande zu bekommen, um das Blut VORNE raus und nicht in alle Richtungen zu verteilen. Also mußten wir die Pumpe zu einer ordentlichen Spritze umbauen. Mit Dichtungsmasse war sie schnell abgedichtet, drei Lagen Duck-Tape um den Gummipropfen sorgten schließlich für den entsprechenden Druck.

Unsere Blutspritze: Fast fertig.

Naja, und da sie unser erstes selbst modifiziertes Stück Equipment darstellte, bekam sie natürlich gleich einen Namen. Nach wem wir sie benannten, muß ich hier keinem erzählen, oder?

Tommy

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Der 'Fake Body'

Das Präparieren des 'fake body' war eine aufwendige Angelegenheit. Das Blut sollte schließlich kreisrund um das Austrittsloch herausschießen. Das hieß, wir brauchen einen Ring, der das Blut einmal um das Loch im Körper herum transportiert um es dann aus Öffnungen, die möglichst nah an der Oberfläche lagen, herausspritzen zu lassen. Lars hatte das alles schon geplant. Dafür bot sich eine besondere Technik an, die Lars kurz zuvor schon an mir ausprobiert hatten. Damals hatten wir einen Längsschnitt in den Unterarm ausprobiert. Sowohl Arm, als auch Hand sind echt! Nur zwei dünne Schichten Latex, die ein Stück Folie einschließen, sowie Nasenkitt und Schminke liegen auf dem Arm. Sogar Muskelbewegungen sind so zu erkennen.

Fingerübung zur 'bladder technique'

Es handelt sich abei um die 'latex bladder technique'. Dabei wird auf einen dünnen Streifen nicht-haftender Folie mehreren Lagen Latex aufgepinselt. Zwischen Latex und Folie entsteht ein Zwischenraum. In diesen kann man nun durch einen Schlauch Blut pumpen. Der Vorteil: Das ganze ist sehr flach und läßt sich ganz gut überschminken. Außerdem kann man die unterschiedlichsten Längen und Formen herstellen.

Unsere 'latex bladder' wird zum Einkleben in den 'fake body' präpariert

An der 'bladder' sind hier deutlich die Blutschläuche zu sehen, die einen sehr hohen Durchmesser hatten, um den Kunstbluttransport zu erleichtern. Außerdem hatten wir sie schwarz angemalt, damit sie nicht hell aus dem Innern des Körpers herausschimmern, falls es uns nicht gelingt, sie ganz zu verdecken. Rechts im Bild sieht man die Cola-Flasche in der unsere noch ungestreckte erste Dosis Kunstblut war. Die Plastikflasche dahinter enthält ebenfalls ungestrecktes Kunstblut.

'fake body' im Endstadium

Hier schmiere ich gerade sorgfältig jeden Zentimeter des 'fake body's mit Kompaktkleber ein, um anschließend die Latex-Haut darauf zu kleben. Jede Ungenauigkeit hätte man später sehr deutlich im Bild gesehen. Im Körper ist das Loch bereits drin, da wir auch die 'bladder' vorher anbringen mußten. Das Loch im Bauch konnten wir erst nach der Nahaufnahme vom intakten Bauch in die Latex-Haut hineinschneiden.

Auf dem Bild unten sieht man den fertigen 'fake body' mit den heraushängenden Blutschläuchen. An diese schlossen wir später 'Tommy' und eine große Veterinärsspritze an, um das Blut aus der 'bladder' zu jagen.

Fertiger 'fake body'

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Eingeweide

Jaaa! Im Film nur kurz zu sehen, aber doch so beliebt. Naja, was soll's. Die Innereien richteten wir erstmal appetitlich im Topf an, um sie in Blut zu tränken. Sie sollten schon ordentlich triefen. Guten Appetit!

Eingeweide

Natürlich war das noch nicht genug. Wenn ein Fremdkörper in einem menschlichen Organismus nistet, dann richtet er schon ein bißchen Schaden an. Um dem visuell Rechnung zu tragen, rührten wir im hinteren Topf auf dem Foto ordentlich Gelatine an, die wir rot färbten. Das sollte uns später kleingeschnitten als Fleisch- und Organfetzen dienen. Im vorderen Teller trocknet gerade eine Schicht falsches Fleisch. Diese klebten wir unter den Bereich der Latex-Haut, der beim Herausbrechen der Puppe aus dem Körper herausgestoßen wird.

Tja, Gelatine.

Der Inhalt der beiden Töpfe kam dann zusammen mit der Puppe und ordentlich Kunstblut in die unten abgebildete Tüte. Diese klebten wir unter die 'bladder an den Innenbereich den Loches im 'fake body'. Als es ernst wurde, schnitt Lars die Tüte unten auf und steckte seine Hand in die Puppe. Oben kam dann nochmal Kunstblut drauf, aber dazu später mehr.

Die Tüte des Unheils!

Hier sehen wir sämtliche Innereien in der Tüte. Oben drüber klebten wir eine rotfarbene Latexmembrane, die mit Löchern versehen war. Eine brilliante Idee von Lars. Mit Kunstblut sah diese später fantastisch aus. Rechts unten ist übrigens gaaanz vage die Puppe zu erkennen. An ihr unteres Ende nähten wir noch schwarzen Stoff, damit man bei einer allzu ruckartigen Bewegung seitens Lars nicht plötzlich seinen Arm sehen würde. Eine Vorsichtsmaßnahme, die uns auch vor dem Durchschimmern des falschen Körpers geschützt hat.

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Das Raumschiff

Wir sind schon am Ende der Werkstattsektion angelangt. Hier jedoch noch ein paar Exklusiv-Bilder als Leckerbissen. Als erste Idee für die Raumschiffsequenz hatten wir eigentlich ein Papp-Raumschiff geplant. Das Modell war schon fertig, als wir merkten, daß diese Sequenz sofort am Anfang des Filmes die Athmosphäre zerstören würde. Wir hätten gleich das Hauptaugenmerk auf den Trash-Faktor gelegt und unser eigentliches Ziel, eine kleine 'Alien'-Hommage zu drehen, von Anfang nicht ernst genommen. Also ließen wir das Papp-Modell zu Gunsten einer Computersequenz wegfallen.

USS Güteklasse A

Hier sprüht Lars die Antriebssektion an. In der uncoolsten Weltraumfarbe überhaupt: Meerblau! Einer der Gründe für das Weglassen der Sektion. Obwohl die Farbwahl pure Absicht war! Rechts im Hintergund sieht man schön den noch unbehandelten 'fake body'.

USS Güteklasse A

Das waren die interessantesten Bilder aus der Werkstattsequenz.

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